Archiv der Kategorie: Projekt

Klinik zur Rehabilitation der Orthopädie, Innere Medizin und Pneumologie Bad-Sooden-Allendorf

Bauherr: DRV Frankfurt/Main
Nutzung:  Klinik zur Rehabilitation der Orthopädie, Innere Medizin und Pneumologie
Architekt: Dipl.-Ing. Aloys Werner, Bad Sooden-Allendorf
Planungsumfang: Sprachalarmierung, Brandmeldeanlage, IT-Technik, Lichtplanung
Bauzeit: 2017 – 2019

Die DRV ist sehr darauf bedacht ihre Kliniken auch im technischen Bereich dem Stand der Technik anzupassen.

Im Rahmen einer Brandschutzmaßnahme wurde die Brandmelde- mit Sprachalarmierungsanlage im laufenden Betrieb erneuert.

Dazu dienten zu einem Teil abgehängte Decken zur Leitungsverlegung. Jedoch in den Fluren mit sichtbaren Betondecken waren Lösungen gefordert. Brandmelde-und Lautsprecherleitungen mussten verlegt werden.

Damit musste eine ganzheitliche Planung, auch für die weiteren Gewerke wie Sicherheitsbeleuchtung und Allgemeinbeleuchtung, gefunden werden. Damit bot sich auch die Verbesserung der Akustik, der von vielen Patienten genutzten Flure, an.

In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Dipl.-Ing. Aloys Werner in Bad Sooden-Allendorf wurde eine Akustikdecke mit geringster Aufbauhöhe entwickelt, die die Leitungen verbarg und eine neue richtungsweisende LED-Beleuchtungstechnik. Grundlage der Deckenkonstruktion waren die Maße der Leuchte. Somit konnte z.B. die Abdeckung der Lichtlinie als markante Linie unterhalb der Deckenkonstruktion hervorstehen. Die Lichtlinien konnten dank der LED-Technik in der Länge angepasst werden

Das Konzept wurde auf 4 Geschosse übertragen deren Licht tageslichtabhängig geregelt wird.

Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Göttingen

Bauherr: Universitätsmedizin Göttingen
Nutzung: Neubau einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Direktorin Prof. Dr. Luise Poustka
Architekt: Göttinger Architekten Werkstatt GAW
Planungsumfang: Lichtplanung, Elektroinstallations- und IT-Technik
Bauzeit: 2015 – 2018

Klinisches Konzept
Die psychische und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist ein langer und komplexer Prozess, der nicht immer reibungslos verläuft. Dabei ist jedes Kind anders und hat seine eigene Geschichte. Schwierigkeiten in der Entwicklung können in jedem Alter auftreten. 
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen bietet eine hervorragende, leitlinienorientierte Versorgung für Kinder und Jugendliche und ihre Familien an. Unser Anliegen ist, Risiken und Probleme rechtzeitig zu erkennen, konsequent zu behandeln und ihre Ursachen zu erforschen.
Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie – KJP, für regulär 10 Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren. Ambulante Betreuung von Jugendlichen mit psychotherapeutischem Behandlungsbedarf.

Architektonisches Konzept
In dem grünen Garten eines Bestandsgebäudes wurde ein eingeschossiger Neubau errichtet. Dieser bindet mit einer Spange an.
Während Therapeuten und Nebenräume im Bestand untergebracht sind, haben sämtliche im Neubau liegenden Räume für Therapie, Gruppenarbeit und Aufenthalt eine direkte Anbindung an Garten oder Atrium.

Lichttechnisches Konzept
Die Jugendlichen benötigen als Teil Ihres Therapiekonzeptes eine klare Ausrichtung in dem Umgang mit sich selbst und dem Umfeld. Dem wurde Rechnung getragen in dem Lichtlinien in den Fluren dies wiederspiegeln. Unauffällig fügen sie sich in das Deckenbild mit ein. Tageslicht- und bewegungsabhängig und auch durch eine Zentralsteuerung kann das Licht geschaltet werden.
Das präzise Farbkonzept wird durch das Kunstlicht unterstützt.
Alle Therapieräumen enthalten ein einheitliches Lichtkonzept, mal als Pendel, mal als Aufbauleuchte, selbstverständlich gedimmt.
Dem Musikraum wurden zwei Lichtvauten mit farbigem Licht zugeordnet.
Die Außenbeleuchtung markiert den Eingang, der Innenhof bietet Lichtinseln zum aktiven und passiven verweilen.

Kirche Obernburg, Kreis Waldeck-Frankenberg

Bauherr: Kirchengemeinde Obernburg
Architekt: Frau Architektin Ute Friedrich, Vöhl
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung, Elektroinstallationstechnik
Bauzeit: 2015 – 2017

Bei der Obernburger Pfarrkirche handelt es sich um einen schlichten spätromanischen Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert mit gotischem Eingangsportal. Der Chorraum ist rechteckig, über den kräftigen Schildbögen ist ein romanisches Kreuzgratgewölbe gut erhalten. Das Kirchenschiff und der Turm wurden um 1400 verändert und gewölbt. Im 30jährigen Krieg wurden die Gewölbe zerstört und Ende des 17. Jahrhunderts durch ein ursprünglich bemaltes Holztonnengewölbe ersetzt.
Der Westturm mit gotischem Eingang hat eine Glockenstube mit einer äußeren Holzverschalung und einer Welschen Haube aus dem 17. Jahrhundert. In der Glockenstube befinden sich 3 Glocken, die nach dem Te-Deum-Motiv gestimmt sind und ein sehr harmonisches Geläut haben.
Im Kirchenschiff befinden sich zwei Emporen. Die Südempore hat reiche Schnitzereien und wurde im Jahr 1688 von dem berühmten Waldecker Barockbildhauer Josias Wolrad Brützel geschaffen.
Die Westempore ist doppelstöckig mit reicher hessischer Barockmalerei. Im 2. Stock der Westempore befindet sich die aus dem Anfang des 18. Jahrhundert stammende Barockorgel. Sie wurde von 1983–1985 restauriert und bekam wieder ihren ursprünglichen barocken Klangkörper.

Städtische Werke AG Kassel – Vorstandsbereich im Verwaltungsgebäude

Bauherr: Städtische Werke AG Kassel
Architekt: Architekturbüro B. Penkues Kassel
Ort: Verwaltunsgebäude Königstor
Anlass: Einrichtung eines Vorstandsbereich
Bauzeit: 2015 – 2017

In eine bestehende Etage sollte der neue Vorstandsbereich implementiert werden. Es erfolgte der vollständige Rückbau und anschließend eine Installation, die die aktuelle Technik mit Bus-Systemen nutzt. Hierzu zählen die Lichtsteuerung und die Lüftungs- und Heizungssteuerung.
Das Beleuchtungskonzept sieht eine Differenzierung von Flur- und Besprechungsbereich sowie der eigentlichen Vorstandsräume vor. Das Konzept basiert auf einer geringen Typenvielfalt, sodass alle Bereiche durchgehend geplant sind und die Variationen erkennbar werden.
Vorstand:
Das Beleuchtungskonzept sieht bewährte arbeistplatzbezogene Stehleuchten mit Dimmfunktion vor. Diese werden mit schwenkbaren Aufbauleuchten zur vertikalen Akzentuierung ergänzt. Der Besprechungstisch wird mit einer Pendelleuchte akzentuiert.
Besprechungsräume:
Arbeitsplatzorientiertes Licht mit abgependelten indirekten Leuchten machen konzentriete Arbeiten möglich. Begleitend wurden schwenkbare Aufbauleuchten zur vertikalen Beleuchtung installiert, die durch ihre Funktionalität auch Bilder anstrahlen können.
Sekretariat:
Stehleuchten gepaart mit den bekannten schwenkbaren Aufbauleuchten. Diese werden durch eine Lichtvoute markiert.
Ein leuchtender Kubus stellt den Mittelpunkt des Sekretariats dar, der die Küche sowie Kopiergeräte beinhaltet.
Mit diesem Lichtkonzept erhält der Vorstandsbereich eine Identifizierung, die zum regen Austausch anregt.

St. Crucis Bad Sooden Allendorf

Bauherr: evangelische. Kirchengemeinde St. Crucis Allendorf
Architekt: Planungsbüro Dipl.-Ing. Werner, Bad Sooden-Allendorf
Planungsumfang (auszugsweise): 
Lichtplanung, Elektroinstallations- und Beschallungstechnik
Bauzeit: 2014 – 2017

Geschichte
Die evangelische Kirche St. Crucis ist eine denkmalgeschützte einschiffige Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert im Ortsteil Allendorf der Gemeinde Bad Sooden-Allendorf im Werra-Meißner-Kreis des Landes Hessen. Sie wurde aus Feldsteinen errichtet.
Die Wände des Kirchenschiffs, das mit einem Satteldach gedeckt ist, welches zum Westen als Krüppelwalm ausgeformt ist, werden durch Strebepfeiler gestützt. Das ursprünglich zweischiffige Langhaus hatte ein Kreuzrippengewölbe, das auf Säulen im Mittelgang und auf Konsolen an den Wänden ruhte. An den Wänden des Kirchenschiffes sind teilweise noch die alten Gewölbeansätze erkennbar. Beim großen Brand von 1637, als kaiserliche Truppen die Stadt einäscherten, wurden das Innere des Turmes und die Gewölbe des Kirchenschiffs vernichtet, nur der nach Osten liegende Chor ist in seinen gotischen Architekturteilen mit den fünf großen Fenstern und dem Kreuzrippengewölbe erhalten geblieben. Die drei Schlusssteine im Chor weisen auf den Namen der Kirche hin. Der Phönix, der Pelikan und das Lamm sind die Symbole des Opfers Jesu am Kreuz. Nach dem großen Brand wurde die zweischiffige Hallenkirche einschiffig wiederhergestellt und mit einer flachen Eichendecke versehen.
Der Durchgang von der Turmhalle führt in die sogenannte „Winterkirche“. Von dort führt eine Barocktreppe aus den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, über der die alte Wetterfahne des Turms befestigt ist, auf die Empore.
Zur Kirche gehört der angrenzende Kirch- und Bibelgarten im ehemaligen Küstergarten. Er wurde auf dem zur Werraseite gelegenen Kirchhof der St. Crucis-Kirche angelegt und am 22. Juni 2008 eröffnet.
Durch die hier angepflanzten Bäume, Büsche, Blumen oder Gewürze sollen biblische Texte anschaulich gemacht werden.

Bauabschnitt Winterkirche
Ein bisher dunkler, trister und wenig genutzter hinterer Bereich des Gotteshauses unterhalb der Empore ist seit Mai in einen schmucken, hellen und für vielfältige Begegnungen dienenden Raum verwandelt worden. Im Dezember 2015 wurde das Projekt Winterkirche der Öffentlichkeit vorgestellt und eingeweiht.
Die Erwartungen beim Bau der Winterkirche wurden übertroffen. Das mag daran liegen, dass nicht nur wie geplant ein vor 400 Jahren verschlossener Eingang auf der Südseite wieder aufgestemmt und die Abtrennung zum Kirchenschiff durch eine gläserne Schiebewand ersetzt wurde, sondern dass auch die Wand des Turmaufgangs vom Putz befreit sein Mauerwerk zeigt, die 13 Säulen in frischem Grau mit roten Ringen glänzen und das Fenster auf der Westseite mehr Licht in die frühere stille Ecke fallen lässt. In dieser Südwestecke steht – gegenüber dem neuen Altar – nun eine kleine Orgel.

Bauabschnitt Decke
Bauzeit  2016 – April 2017
Erstmals findet jetzt eine Innensanierung statt, die sich einerseits auf den baulichen Kirchenraum wie Fußboden, Wände und Decken beziehen, anderseits auf eine vollständige Sanierung der Elektroinstallation und Beschallungsanlage bezieht.
Die vorhandene Beleuchtungsanlage wurde restauriert und mit LED-Leuchtmittel versehen. Zusätzliche Einbauleuchten betonen die Wände um den Kirchenraum erlebbar zu machen. Für die Orgelempore entschied man sich ebenso für blendfreie kardanische LED Einbauleuchten, die im Herbst 2017 die Orgel ins rechte Licht tauchen wird.

Zitat aus Pressemitteilungen:
Im Rahmen der umfangreichen Sanierungsarbeiten in der St. Crucis-Kirche konnte in einem weiteren Bauabschnitt jetzt auch die Kirchendecke saniert werden.  „Die neu gestaltete Deckenverkleidung entstand in einer intensiven Auseinandersetzung mit der langen und besonderen Geschichte der St. Crucis-Kirche“, so Pfarrer Spill. Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Werner, der landeskirchlichen Bauberatung und dem Landesamt für Denkmalpflege entwickelte der Kirchenvorstand einen neuen Kirchenhimmel. Entstanden ist eine neue Decke, die die ursprüngliche Gewölbewirkung des ehemaligen gotischen Kreuzgewölbes der zweischiffigen Halle aufnimmt, die kurz nach 1300 entstanden sein dürfte. „Alte Formen werden wieder lebendig“, freut sich Pfarrer Spill, und verweist auf die Abbildung der ehemaligen Gewölbegrate, Schlusssteine und Pfeiler.

So konnte nach der Sanierung der Winterkirche ein weiterer Baustein der barrierefreien Nutzung der Kirche ergänzt werden. Der frisch aufgetragene antikweiße Innenanstrich verleiht dem Kirchenschiff Freundlichkeit und Wärme und bildet so eine perfekte Einheit mit der hellen Deckenverkleidung
„Zusammen mit der anschließenden Sanierung der Orgelempore schafft all das die Voraussetzungen für den sicheren Einbau der neuen großen Orgel, der bereits im Herbst 2017 erfolgen kann“, ergänzt Spill. Trotz der zahlreichen Baustellen ist die Kirchengemeinde auf einem guten und erfolgversprechenden Weg.
Leider muss die Sanierung des Chorraumes aus finanziellen Gründen noch warten.

Naturwissenschaftliches Zentrum Copernicum


Bauherr: Werra-Meißner Kreis, Berufliche Schule Witzenhausen
Bauvorhaben: Naturwissenschaftliches Zentrum Copernicum
Architekt: Plan-B Architekten, Witzenhausen
Einweihung: März 2017
Baukosten: 4.2 Mio

„Der Mittelpunkt der Erde ist nicht der Mittelpunkt der Welt.“

Ein naturwissenschaftlicher Neubau in moderner, transparent gehaltener Optik, welcher nach neuesten pädagogischen Konzepten selbstständiges und experimentelles Lernen für Schüler ermöglicht.

Neben den klassischen Fächern Chemie, Physik und Biologie, bietet die Schule darüber hinaus Biologietechnik, Mechatronik, Technik mit Schwerpunkt Maschinenbau und Zusatzangebot Elektrotechnik im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich an. Darüber hinaus werden in dem neuen Gebäude besondere Experimente demonstriert wie eine Rotationsdrehwaage.

Die Plaza besitzt multifunktionalen Charakter, indem sie den Schülern als Ort für selbständiges Lernen, für Schülerpräsentationen und als Raum für naturwissenschaftliche Veranstaltungen im Rahmen des MINT-Engagements in der Region dient.

Literaturhinweis Wikipedia:
Nikolaus Kopernikus, 19. Februar 1473 bis 24. Mai 1543, war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom und Arzt, der sich in seiner freien Zeit der Astronomie, Mathematik und Kartographie widmete.
In seinem Hauptwerk De revolutionibus orbium coelestium beschreibt er das heliozentrische Weltbild unseres Sonnensystems, nach dem sich die Erde um die eigene Achse dreht und sich zudem wie die anderen Planeten um die Sonne bewegt. Darüber hinaus beschreibt er darin erstmals die langsame Rückwärtsdrehung der Erdachse als Ursache für die Verschiebung des Frühlingspunktes, die Präzessionsbewegung.

Stiftskirche Oberkaufungen

Bauherr: evangelische Kirchengemeinde Oberkaufungen
Architekt: Reith-Wehner und Storch / Fulda
Planungsumfang: Lichtplanung gemeinsam mit 3lpi, München
Elektroinstallations-, Informations- und Kommunikationstechnik, Mediensteuerung
Bauzeit: 2016 – 2018

Über dem alten Ortskern von Oberkaufungen erhebt sich die mächtige Stiftskirche des Heiligen Kreuzes. Sie wurde von Kaiserin Kunigunde gestiftet und am 13. Juli 1025, dem ersten Todestag ihres Mannes, des Kaisers Heinrich II., geweiht. Sie ist Bestandteil des ehemaligen Klosters Kaufungen im Ortsteil Oberkaufungen der hessischen Gemeinde Kaufungen im Landkreis Kassel. Die Kirche gilt als bedeutendes Werk spätottonischer Kunst. Der im Inneren 1938 freigelegte Westbau mit Bogenarkaden über zwei sehr schlanken Säulen stammt noch aus vorromanischer Zeit.

Erstmals findet seit 1973 jetzt eine vollständige Innensanierung statt die sich auf den baulichen Kirchenraum bezieht. Der Dachstuhl wurde bereits in den letzten Jahren saniert.
Hierzu zählen Räume für Sakristei, Lagerflächen und eine Teeküche.
Die vollständige Sanierung der Elektroinstallation ist im Jahre 2018 abgeschlossen.

Auf Grund der hohen Veranstaltungsdichte mit kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen ist die Anforderung an die elektrische Infrastruktur hoch einzustufen. So werden Voraussetzungen, überwiegend im Fußboden, für folgende Anlagen geschaffen: mobile Beschallung, Mikrofonsteckdosen, Scheinwerfer, Internet-Anschluss, Starkstromanschlüsse.

Die vorhandene Beleuchtungsanlage aus den 70-ger Jahren stellt ein wesentliches Element der Lichtplanung dar. Diese Pendelleuchten mit ihren Messing- Lampenfassungen in 3 Ebenen wurde übernommen, sodass keine Sonderleuchte den Kirchenraum stört. Die Leuchten wurden restauriert und eine normkonforme Verdrahtung mit zugentlastender Aufhängung im Dachraum realiisert. Jedoch fehlte dem Raum ein der Architektur würdigen anstrich. Dies wurde mittels zweier Lichtkomponenten erreicht: Ein Teil der Pendelleuchten erhielt am unterstein Punkt eine getrennt dimmbare LED-Leuchte die diffus das Licht nach unten abgibt. Aufwändige Muster trugen zum heutigen Ergebnis bei. Damit erscheinen die Wandreliefes nicht betont sondern in einem natürlichen künstlichem Licht. Wo es die Kapitele möglich machten, nämlich zum Schiff, Querschiff und Chor tragen LED-Strahler zum horizontalen Licht bei. Besonders die Bögen kommen damit zum Vorschein. Mit diesem Konzept kann die Gemeinde, der Chor wieder die Schrift lesen.

All diese 186 Lichtpunkte wurden in einer Lichtmatrix zu Szenen gefasst die einzelne Veranstaltungen voreingestellt aufrufen lässt. Jede Lichtgruppe kann auch individuelle zu einer neuen Szene kreiert werden. Damit erhält die Kirchengemeinde eine flexible Lichtanlage die sich den Bedürfnissen anpasst.

Um all diese unterschiedlichen Gewerke, hierzu zählen auch die Heizungs- und Lüftungsanlage, Lautsprecheranlage und die Glockensteuerung zu beherrschen, trägt eine Mediensteuerung dazu bei diese bedienerfreundlich zu nutzen.

 

Offenes Bürokonzept der Geschäftsführung Kali

Bauherr: K+S AG Kassel
Architekt: PPC, Melsungen
Bauvorhaben: offenes Bürokonzept der Geschäftsführung Kali
Planungsumfang: Lichtplanung, Elektroinstallations-, Informations- und Kommunikationstechnik
Einzug: Oktober 2016

In der Hauptzentrale der K+S (Kali und Salz) in Kassel wurde ein offenes Bürokonzept zur Optimierung der bestehenden Flächen für alle Gewerke entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine nutzbare Bürofläche ohne Flure und Nebenräume von ca. 5800m². Im ersten Ausbau wurden die Räume für die Geschäftsführung der Kali GmbH mit einer Fläche von ca. 130m² umgebaut
Das Offene Bürokonzept ist keine „Halle“ mit Schreibtischen, sondern eine individualisierte Bürolandschaft, die Zusammenkunft, Kommunikation, Informationsaustausch, Team-Arbeit und Wir-Gefühl fördern soll – jedoch so konzipiert ist, dass Schallbrecher, Akustikabsorber, Telefonkabinen, temporäre aufzusuchende Räumlichkeiten die Fläche „brechen“ aber durch Verglasungen die Flächentransparenz möglichst erhalten bleiben.
Untersucht wurden die Funktionsflächen, die Hauptnutzungsflächen, die Nebennutzungsflächen und die Hauptnutzungsflächen des Bestandes.
Unter der Federführung der Architekten von PPC Melsungen stand insbesondere die Licht- und die Elektro-Installationstechnik im Focus. Ein Modulsystem soll unterschiedliche Bürobereiche für ein oder mehrere Personen, Rückzugs- und Telefonbereiche abdecken. Die Abtrennung erfolgt mit variablen Trennwänden geschlossen oder offen. Das Lichtkonzept folgte diesem mit quadratischen Leuchten deren Lichtverteilungskurve auch dem architektonischen Erscheinungsbild der Leuchte entspricht. In der Version ind.-direkt vermittelt sie den harmonischen Hintergrund des Gesamtensembles. Ebenso eine Aufbauleuchte, eingebaut in der Streckmetalldecke, bildet ein einheitliches Ganzes. Die Leuchten werden energieeffizient über Präsenzmelder tageslichtabhängig geregelt.

Städtische Werke AG Kassel – Modernisierung des Casinos

Architekt: KVV
Bauzeit: Oktober 2014 – Dezember 2014

Martinskirche Kassel

Bauherr: ev. Landeskirche, Stadtkirchenkreis, Kirchengemeinde
Architekt: Müntinga und Puy, Bad Arolsen
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung gemeinsam mit Kardorff Ingenieure, Berlin
Elektroinstallations-, Informations- und Kommunikationstechnik
Bauzeit: 2014 – 2016

Die evangelische Kirche St. Martin ist die größte Kirche in Kassel und zugleich zweitgrößter Veranstaltungsort der Stadt. Mit dem Bau der gotischen Kirche wurde Mitte des 14. Jahrhunderts begonnen. Baulich vollendet wurde sie erst Ende des 19. Jahrhunderts. Im zweiten Weltkrieg wurde sie fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau fand seinen Abschluss im Jahre 1958.

Erstmals findet jetzt eine Innensanierung statt, die sich einerseits auf den baulichen Kirchenraum wie Fußboden, Wände und Decken, und anderseits auf eine vollständige Sanierung der Elektroinstallation bezieht. Diese soll im Jahre 2016 abgeschlossen sein.

Auf Grund der hohen Veranstaltungsdichte mit kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen ist die Anforderung an die elektrische Infrastruktur hoch einzustufen. So werden Voraussetzungen überwiegend im Fußboden für folgende Anlagen geschaffen: mobile Beschallung, Mikrofonsteckdosen, Scheinwerfer, Internet-Anschluss, Starkstromanschlüsse.
Die Beleuchtungsanlage wird saniert und zusätzliche Leuchten werden den Kirchenraum ins rechte Licht rücken.

Um all diese unterschiedlichen Gewerke, hierzu zählen auch die Heizungsanlage und die Glockensteuerung zu beherrschen, wird eine Mediensteuerung dazu beitragen, diese bedienerfreundlich zu benutzen.

Bericht zur Architektur der Martinskirche, erschienen in StadtZeit Kassel Magazin, Nr. 83, Dezember/Januar 2017/18