Archiv der Kategorie: Projekt

Klosterkirche Germerode

Bauherr: Kirchengemeinde Germerode
Architekt: Siegel und Pippert, Wehretal
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung, Elektroinstallations- und Beschallungstechnik
Bauzeit: 2013 – 2015

Die Kirchengemeinde Germerode liegt im Naturpark Meissner nahe der Kreisstadt Eschwege.

Die Klosterkirche (romanische Basilika) war in ihrer ursprünglichen Anlage eine dreischiffige gewölbte romanische Pfeilerbasilika und wurde in der Zeit von 1145 – 1170 gebaut, ohne Querschiff mit einem dreischiffigen, stark überhöhten Chor, unter dem sich die Krypta befand.
Da die Kirche für Chorherren und Chorfrauen bestimmte war, gab es auch zwei getrennte Kirchenräume: Die Mönchskirche umfasste das Langhaus und das Chorquadrat. Die Nonnenkirche befand sich als Empore in dem zweigeschossigen Westteil der Kirche und war durch eine Arkadenbrüstung gegen die Kirche und die Einsicht von dort her abgeschirmt. Unter der Empore befindet sich mit vier Säulenpaaren ausgestattet die Westkrypta, auch Nonnenkrypta genannt.
Die Krypta ist vierschiffig. Sie ist die einzige Krypta in Deutschland, die nicht in der Längsachse der Kirche ausgerichtet ist, sondern quer den Raum des Chorquadrates und der Seitenschiffe einnimmt. Sie ist außerdem die einzige im original-romanischen Zustand und hat eine wundervolle Akustik.
Nach der Auflösung des Kloster in der Reformation wurde die Klosterkirche evangelische Pfarrkirche von Germerode und erfuhr wesentliche Eingriffe in Architektur und Bausubstanz.
Die Aufgabe an die Lichtplanung besteht darin, ein einheitliches Lichtkonzept über alle Kirchenteile hinweg zu entwickeln. Das Licht muß einerseits funktional sein und anderseits den weiten Kirchenraum mit seinen Kapitälen und Fensterleibungen festlich begleiten.

Umbau der Kundenzentren der KVG, Städtische Werke AG und Netcom Kassel

Bauherr: Kasseler-Verkehr- und Versorgungs-GmbH
Architekt: KVC, Kassel
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung, Elektroinstallations-, Informations- und Kommunikationstechnik
Bauzeit: 2014

Seit über zehn Jahren befindet sich das Kundenzentrum in der Innenstadt, direkt am Schnittpunkt von Bus- und Straßenbahnlinien.
Eine lange Zeit mit ca. 12000 Besuchern im Monat und entsprechenden Spuren. Mit dem grundlegenden Umbau ihrer bisherigen Kundenzentren möchten die Nutzer ihren Kunden eine Beratungs- und Aufenthaltsqualität in einem frischen, zeitgemäßen Design bieten.

Nach drei Monaten Renovierungsphase war es Ende Oktober 2014 soweit.
Die Elektroinstallation wurde den Erfordernissen angepasst, die EDV Leitung verlegt.
Das über 10 Jahre alte Lichtkonzept wurde vollständig an die angenehme Beratungsatmosphäre  angepasst. Es besteht im Trend der Zeit aus LED-Downlights, damit sinkt die Anschlussleistung auf 20% der bisherigen Installation. Da die Räume nicht von Tageslicht geflutet werden ist dies ein erheblicher Beitrag zur CO2 Minimierung.
Neben den Downlights strukturieren schmale Lichtlinien die Kundenbereiche und sorgen für sichtbares Licht.

Kirche Vöhl, Martinskirche

Bauherr: Kirchengemeinde Vöhl
Architektin: Uta Friedrich, Vöhl
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung, Elektroinstallations- und Lautsprecheranlage
Bauzeit: 2016-2018

Die Kirchengemeinde Vöhl besteht aus den Gemeinden: Marienhagen, Vöhl und Asel. Diese Orte liegen in der Nähe der Kreisstadt Korbach.

Die Kirche wurde den letzten Jahren modernisiert. Die neue Farbgestaltung orientiert sich an den Befunden und lässt den Kirchenraum in helles Licht eintauchen.

Hierzu zählt auch die Elektroinstallations- und Beschallungstechnik sowie insbesondere die Lichttechnik. Die bestehende Beleuchtung schafft, wie man an dem Bestand erkennen kann, keine Räume. Die Lichtplanung orientiert sich am Kirchenraum und die Bereiche Eingang, Kirchenschiff, Altar und Empore werden szenerisch dargestellt. Die Lichtsteuerung sorgt für vorher eingestellte Szenen für festliches Licht, kann aber auch individuell eingestellt werden.

Einen kraftvollen Festgottesdienst zum 175-jährigen Bestehen der Vöhler Martinskirche erlebten am Pfingstmontag 2018 viele Gläubige in dem frisch renovierten Gotteshaus.
„Es gibt keinen besseren Tag, als den Geburtstag der Vöhler Kirche an Pfingsten zu feiern, dem Tag der Geburt der Kirche“, hatte Pfarrer Jan-Friedrich Eisenberg zuvor die Gemeinde begrüßt. „Es ist ein besonderer Tag der Freude und Dankbarkeit, den wir in dieser frisch renovierten Kirche feiern können“, dankte Eisenberg allen, die zum Gelingen der Sanierung und des Festes beigetragen haben.

Hallenbad Süd, Kassel

Bauherr: Städtische Werke AG Kassel
Bauvorhaben: Hallenbad Süd
Beschreibung: Elektro- und Lichttechnik

Bäderlandschaft Kassel

Als erster Schritt eines Masterplanes zur Neugestaltung der Kasseler Bäderlandschaft wurde das Hallenbad Süd für ca. 7,1 Mio € im Dezember 2010 wieder eröffnet.

Das Hallenbad wurde in den 1970 Jahren in Fertigteil-Plattenbauweise errichtet. Die im Gebäude durch strikte Geometrie geprägten Funktionsflächen waren bei der Ausführung rein technisch geprägt. Ein Instandsetzungskonzept sah ein Großteil der Erneuerung vor.

Herkules, Kassel


Bauherr: Land Hessen
Bauvorhaben: Herkules
Architekt: Hessisches Baumanagement
Einweihung: September 2011
Besonderheit: Am 18. Januar 2012 übergab die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Unesco in Paris den Kasseler Welterbe-Antrag „Wasserkünste und Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe“. Seit dem 23. Juni 2013 gehört der Herkules mit dem Bergpark zum Weltkulturerbe.
Link: museum-kassel.de

Das Kasseler Wahrzeichen, der Herkules, wurde von 1701 bis 1717 nach Entwürfen des Italieners Giovanni Francesco Guerniero gebaut.

70,5 Meter über den Erdboden ragt der Herkules empor. Das Oktogon misst 32,65 Meter, die Pyramide 29,60 Meter und die Herkulesfigur 8,25 Meter. Der Kopf des Herkules befindet sich 596 Meter über dem Meeresspiegel.
Trotzdem ist jetzt bereits eine wichtige Etappe geschafft. Wer über die nach dem Architekten Jussow benannte Wendeltreppe zur Besucherplattform hinaufgeht, wird bereits hier mit bislang nicht möglichen Ausblicken begrüßt.
Über eine Wendeltreppe erreicht man mehrere Ebenen der Pyramide.

In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde ein Lichtkonzept entwickelt welches sich unauffällig in die Architektur einbindet und sich mit seiner LED-Technik energiesparend und gleichzeitig als geforderte Sicherheitsbeleuchtung darstellt.

Auebad, Kassel

Bauherr: Städtische Werke AG Kassel
Architekt: Löweneck + Schöfer, München
Bauvorhaben: Auebad
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung gemeinsam mit Brandi Licht, Elektroinstallations-, Informations- und Kommunikationstechnik, Digital Signage, Kassensysteme

Kernstück ist ein modernes und großzügiges Kombi-Bad, ein Hallen- und Freibad, das am traditionsreichen Schwimmbad-Standort Auedamm – einem der schönsten Freizeitquartiere Kassels – entstand und im Sommer 2013 eröffnet wurde.

Hallenbad:

  • Ein wettkampfgerechtes 50-Meter-Becken mit acht Bahnen und Sprunganlage (1 und 3 Meter)
  • Ein Lehrschwimmbecken
  • Das Freizeitbad mit Wasserattraktionen wie z. B. einem Wasserfall und Massagedüsen
  • Ein Eltern-Kind-Bereich mit Kinderplanschbecken
  • Eine Großrutsche mit rund 115 m Bahnenlänge
  • Eine Saunalandschaft
  • Gastronomieangebote

Freibad:

  • Ein Freibad mit kombiniertem Schwimmer-Nichtschwimmerbecken
  • Ein denkmalgeschützter 10-Meter Sprungturm inklusive der Sanierung des Sprungbeckens
  • Ein Kindererlebnis-Bereich mit angrenzendem Spielplatz

Kindergarten GlücKSkinder, Kassel

Die K+S Gruppe gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln,  sowie Salzprodukten. Mit ihren Produkten und Marken bietet K+S ihren Kunden ein bedarfsgerechtes Leistungsangebot, das in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum schafft.

Das ehemalige zweigeschossige Sanitätsgebäude aus den 1950er Jahren wurde durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in eine Kindertagesstätte umgebaut. K+S will mit diesem Angebot den schnelleren Wiedereinstieg von frischgebackenen Eltern ins Berufsleben fördern und Mitarbeitern die Entscheidung für Kinder durch ein verlässliches Betreuungsangebot erleichtern. Das Bundesfamilienministerium fördert die Einrichtung im Rahmen des Programms Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung. Flexible Arbeitszeiten, Spielecken in der Konzernzentrale und nicht zuletzt die Betriebs-Kindertagesstätte einen Steinwurf entfernt machen beides möglich: Familie und Beruf!

Offenheit, Licht und Wärme – das sind die Maßstäbe für das architektonische Konzept der neuen Kita. Die „Piazza“ ist das Herzstück des nach Süden und Osten ausgerichteten Gebäudes. Sie ist Treffpunkt, Spielraum und Cafeteria in einem. Alle Gruppenräume sind durch raumhohe Türen mit der Terrasse verbunden, von der die Kinder über eine „Bobbycar-Rampe“ das Außengelände erreichen. Heitere Farben, kindgerechte Materialien und zahlreiche Durchblicke in kindgerechter Höhe schaffen günstige Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit.

Stadthalle, Kassel

Das Kongress Palais Kassel
(Stadthalle) zählt zu den historischen Konferenzzentren Europas. Mit insgesamt 18 multimedialen Sälen bietet es Raum für 1423 Gäste. 1993 wurde der „Blaue Saal“, der zweitgrößte Saal mit 450 Quadratmetern Fläche, saniert. Der Betreiber beauftragte uns mit der Umrüstung auf innovative Lichtsysteme.

In erster Linie sollten 4 Kronleuchter mit einem Einzelgewicht von 150 kg und jeweils 70 Glühlampen an eine zeitgemäße Kongress- und Lichttechnik angepasst werden. Da die Lüster die Hauptlichtpunkte im Saal darstellen und weitere Lichtpunkte von der Kassettendecke die ursprüngliche Gestaltung zerstören würden, entschieden wir uns für eine Erhöhung des Lumenpakets.

Historisches Ambiente im glanzvollen Licht.Wir gestalten festliches Licht für ganz unterschiedliche Nutzungskonzepte. Unsere individuell inszenierte Beleuchtung bildet den festlichen Rahmen für Festspielhäuser, Theater, Museen, Kirchen und historische Kongresszentren. Unser Konzept: Eine brillante Lichtwirkung bei gleichzeitiger Reduktion des Energieaufwandes und höchstem technischen Komfort. Zu unserem Spektrum zählt die Modernisierung historischer Beleuchtung ebenso wie Sonderleuchtenkonstruktionen z. B. unter konservatorischen Gesichtspunkten im musealen Bereich.

Berufsschule Witzenhausen

Bauherr: Werra-Meißner Kreis
Bauvorhaben: Berufliche Schule Witzenhausen, Sanierung Gebäude Ost
Architekt: Plan-B Architekten, Witzenhausen
Einweihung: August 2011
Besonderheit: Ausgewählt für den Tag der Architektur 2012

Wären die Klassenzimmer leer, könnte man kaum glauben, dass man sich in einer Schule befindet. Der Neubau der Beruflichen Schulen in Witzenhausen wirkt wie ein Tagungszentrum.
Eines der modernsten Schulgebäude Hessens wurde im August 2011 offiziell eingeweiht.
Außergewöhnlich ist, dass keines der zwölf Klassenzimmer eine Tür hat. Alle Räume sind offen zugänglich. Sie sind so konstruiert, dass Geräusche und Lärm in den jeweiligen Zimmern bleiben.

Die Gestaltung des Gebäudes unterstützt die pädagogische Richtung des selbstgesteuerten beziehungsweise individualisierten Lernens. Das Konzept des Frontalunterrichtes wurde durch flexible, mannigfaltig nutzbare Lern- und Arbeitszonen ersetzt, die dem Verständnis von Flexibilität und Transparenz genügen: Flexibilität um alle bekannten und auch zukünftig zu entwickelnden Lern- und Lehrformen zu ermöglichen, Transparenz um bei aller Flexibilität die Übersicht über alle Aktivitäten zu behalten und die Arbeit der Lehrkräfteteams zu fördern.

Werratal Kultur- und Kongresszentrum

Bauherr:

GHT, Kassel
Bauvorhaben: Werratal Kultur- und Kongresszentrum
Architekt: Ohlmeier Architekten, Kassel
Baujahr: 2009
Planung: Licht- und Bühnentechnik, Elektroinstallations- und Medientechnik

Der Entwurf präsentiert die Veranstaltungshalle in der Form eine grossen Pavillons, der in seiner Typologie über die klassische Moderne Bezug nimmt auf die Säulenhalle mit Cella in der Architektur der Antike und in seinem Erscheinungsbild traditionelle Elemente der Bäderarchitektur und Wandelhallen zitiert.

Im Innern dieser leichten offenen Raumstruktur entwickelt sich ausgehend vom Saal als zentralen Kern spiralförmig die gesamte Gebäudefigur und erzeugt somit einen spannungsreichen Dialog zwischen Innen und Aussen.

Auf diese Weise wird das Raumprogramm in ein Raumkontinuum von hoher Funktionalität und Atmosphäre übersetzt, das eine optimierte Akustik für den Saalraum ebenso erlaubt wie die flexible Bespielung der Saal- und Foyerflächen bei Musik-, Kultur- und Tagungsveranstaltungen.

Die Lage des Saales im Gebäude bietet eine intensive Beziehung zum Kurpark um die besonderen Qualitäten des Standortes auch im Innern erlebbar zu machen.

Die klassische aber zugleich ausdruckstarke Figur des grossen Pavillons erlaubt die gewünschte bauliche Einfügung der alten Eingangshalle des ehemaligen Kurmittelhauses als sichtbare Reminiszenz an den Vorgängerbau unter Wiederaufnahme seine zentralen Eingangsfunktion.

Mit der Positionierung der Halle im Kurpark von Sooden wird die traditionelle Nutzungsgeschichte dieses Ortes weiterentwickelt, die die Anordnung der für Sooden bedeutsamen Aktivitäten und Gebäude im zentralen Kern des Ortes dokumentiert.