Kirche Obernburg, Kreis Waldeck-Frankenberg

Bauherr: Kirchengemeinde Obernburg
Architekt: Frau Architektin Ute Friedrich, Vöhl
Planungsumfang (auszugsweise): Lichtplanung, Elektroinstallationstechnik
Bauzeit: 2015 – 2017

Bei der Obernburger Pfarrkirche handelt es sich um einen schlichten spätromanischen Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert mit gotischem Eingangsportal. Der Chorraum ist rechteckig, über den kräftigen Schildbögen ist ein romanisches Kreuzgratgewölbe gut erhalten. Das Kirchenschiff und der Turm wurden um 1400 verändert und gewölbt. Im 30jährigen Krieg wurden die Gewölbe zerstört und Ende des 17. Jahrhunderts durch ein ursprünglich bemaltes Holztonnengewölbe ersetzt.
Der Westturm mit gotischem Eingang hat eine Glockenstube mit einer äußeren Holzverschalung und einer Welschen Haube aus dem 17. Jahrhundert. In der Glockenstube befinden sich 3 Glocken, die nach dem Te-Deum-Motiv gestimmt sind und ein sehr harmonisches Geläut haben.
Im Kirchenschiff befinden sich zwei Emporen. Die Südempore hat reiche Schnitzereien und wurde im Jahr 1688 von dem berühmten Waldecker Barockbildhauer Josias Wolrad Brützel geschaffen.
Die Westempore ist doppelstöckig mit reicher hessischer Barockmalerei. Im 2. Stock der Westempore befindet sich die aus dem Anfang des 18. Jahrhundert stammende Barockorgel. Sie wurde von 1983–1985 restauriert und bekam wieder ihren ursprünglichen barocken Klangkörper.