Werratal Kultur- und Kongresszentrum

Bauherr:

GHT, Kassel
Bauvorhaben: Werratal Kultur- und Kongresszentrum
Architekt: Ohlmeier Architekten, Kassel
Baujahr: 2009
Planung: Licht- und Bühnentechnik, Elektroinstallations- und Medientechnik

Der Entwurf präsentiert die Veranstaltungshalle in der Form eine grossen Pavillons, der in seiner Typologie über die klassische Moderne Bezug nimmt auf die Säulenhalle mit Cella in der Architektur der Antike und in seinem Erscheinungsbild traditionelle Elemente der Bäderarchitektur und Wandelhallen zitiert.

Im Innern dieser leichten offenen Raumstruktur entwickelt sich ausgehend vom Saal als zentralen Kern spiralförmig die gesamte Gebäudefigur und erzeugt somit einen spannungsreichen Dialog zwischen Innen und Aussen.

Auf diese Weise wird das Raumprogramm in ein Raumkontinuum von hoher Funktionalität und Atmosphäre übersetzt, das eine optimierte Akustik für den Saalraum ebenso erlaubt wie die flexible Bespielung der Saal- und Foyerflächen bei Musik-, Kultur- und Tagungsveranstaltungen.

Die Lage des Saales im Gebäude bietet eine intensive Beziehung zum Kurpark um die besonderen Qualitäten des Standortes auch im Innern erlebbar zu machen.

Die klassische aber zugleich ausdruckstarke Figur des grossen Pavillons erlaubt die gewünschte bauliche Einfügung der alten Eingangshalle des ehemaligen Kurmittelhauses als sichtbare Reminiszenz an den Vorgängerbau unter Wiederaufnahme seine zentralen Eingangsfunktion.

Mit der Positionierung der Halle im Kurpark von Sooden wird die traditionelle Nutzungsgeschichte dieses Ortes weiterentwickelt, die die Anordnung der für Sooden bedeutsamen Aktivitäten und Gebäude im zentralen Kern des Ortes dokumentiert.